Dickdarmkrebs wird häufig in einem fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Die effektive Heilungsrate beträgt aus diesem Grund nur durchschnittlich 40-50 %. Etwa 15% der Patienten weisen bereits zum Zeitpunkt der Diagnosestellung Tochtergeschwülste (Fernmetastasen) an anderen Organen auf.
Der Dickdarmkrebs ist einer Früherkennung gut zugänglich.
Durch Vorsorgeuntersuchungen kann die Erkrankung nicht nur in einem frühen, heilbaren Stadium erkannt, sondern auch bei der Entdeckung und Entfernung von Polypen verhindert werden.
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Vorgehen bei beschwerdefreier Bevölkerung
Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten und der Arbeitsgemeinschaft für Gastroenterologische Onkologie ab dem 50. Lebensjahr
bei Ablehnung des Patienten
bei Ablehnung des Patienten auch dieser Untersuchungen zumindest
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Koloskopie (Dickdarmspiegelung)
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Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hat die sogenannte "Vorsorge-Koloskopie" vom 56. Lebensjahr an als Früherkennungungsleistung seit dem 1.7.2002 in das Programm aufgenommen. Sie sollte nach 10 Jahren einmal wiederholt werden. Zwischen 50 und 54 Jahren sollte jährlich ein FOBT durchgeführt werden. Wird die Koloskopie abgelehnt, steht der FOBT auch ab 55 Jahren zur Verfügung. Die Durchführung ist aber nur noch alle 2 Jahre vorgesehen.
Die komplette Koloskopie besitzt die höchste Empfindlichkeit für das Auffinden von Dickdarmadenomen und Dickdarmkrebs. Komplette Koloskopie bedeutet, dass der gesamte Dickdarm bis zu seinem Übergang zum Dünndarm vollständig untersucht wird. Diese Untersuchung stellt den sogenannten Goldstandard in der Vorsorgeuntersuchung dar. Die Untersuchung hat als einzige einen diagnostischen und therapeutischen Wert und bietet darüber hinaus den Vorteil, dass auch nicht blutende Tumoren und Adenome mit hoher Empfindlichkeit nachgewiesen werden können. Durch die Entfernung von Adenomen kann zudem die Entstehung von Darmkrebs effektiv verhindert werden. Das Risiko für die Entstehung von Dickdarmkrebs kann so um mehr als 90% gesenkt werden.
Wie wird gespiegelt ?
Die Untersuchung erfolgt durch Fachärzte für Gastroenterologie in:
- Medizinische Klinik, Lukas-Krankenhaus, CA Dr. med. Bernd Wejda, OA Dr. med. Hans Heiselbetz
- Praxis Dr. med. Thilo Kröger
- Praxis Dr. med. Henrik Könemann
Zur Spiegelung wird ein flexibles optisches Instrument (Endoskop) vom After aus in den gesäuberten Dickdarm bis zur Mündung des Dünndarms vorgeschoben. Mittels hochauflösender Videoendoskope, digitaler Bildbearbeitung und der Möglichkeit zur sogenannten virtuellen Schleimhautfärbung (NBI = Narrow Band Imaging) können auch kleinste Schleimhautveränderungen erkannt werden. Falls erforderlich, lassen sich Gewebeproben mit einer kleinen Zange während der Spiegelung gewinnen. Polypen / Adenome (gutartige Krebsvorstufen) oder oberflächliche Krebserkrankungen des Dickdarms oder Mastdarms können durch die endoskopische Behandlung entfernt werden. Hierzu werden sämtliche interventionelle Verfahren, insbesondere die sogenannte Mucosektomie, angewendet. Die Untersuchung ist durch den Einsatz von Schlaf- und Schmerzmedikamenten praktisch schmerzfrei.
FOBT - Fäkal okkulter Bluttest
Bei Personen, die keine Koloskopie wünschen, sollte ein FOBT -bestehend aus 3 Testbriefchen (mit je 2 Auftragfeldern) für drei aufeinanderfolgende Stühle- jährlich durchgeführt werden. Ein positives Testergebnis macht die endoskopische Untersuchung (Koloskopie) des gesamten Dickdarms erforderlich.
Für Personen, die an der Vorsorge-Koloskopie teilnehmen, erübrigt sich der FOBT und andere Maßnahmen.











